Das Szeneviertel

Als absolutes Szeneviertel mit rund 100 Kneipen, Ateliers und Kleinkunstbühnen gilt die Äußere Neustadt, früher auch Antonstadt genannt. Sehenswert ist vor allem das geschlossene Gründerzeitviertel im Straßenkreuz zwischen Louisen- und Alaunstraße, das mit seinen engen Gassen und restaurierten Häusern einen reizvollen Kontrast zu den oft schrillen und hippen Geschäften und Kneipen. Dank der vielen Angebote und des multikulturellen Flairs gehört die Äußere Neustadt außerdem zu den attraktivsten Wohnlagen in Dresden. Dieses charakteristische Flair unterstreicht das Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt, das seit 1990 veranstaltet wird und als größtes ostdeutsches Stadtteilfest alljährlich mehr als 100.000 Besucher anzieht.

Geografisch umfasst die Äußere Neustadt den Teil der Neustadt, der außerhalb der Mauern des ehemaligen Altendresden liegt. Den Beinamen Antonstadt verdankt die Äußere Neustadt dem sächsischen König Anton, der das Land von 1827 bis 1836 regierte.

Bebaut wurde dieses Gebiet ab 1701, doch erst 44 Jahre später wurde das Gelände in Parzellen aufgeteilt und Straßen angelegt, die ihren Verlauf größtenteils bis heute beibehalten haben. Einen wahren Boom erlebte das Viertel gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Die meisten Gebäude sind in dieser Zeit entstanden und bis heute erhalten geblieben, weil die Äußere Neustadt im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont blieb.

Die Sehenswürdigkeiten

Eine markante Landmarke der Äußeren Neustadt ist der 81 Meter hohe Turm der Martin-Luther-Kirche, die von 1883 bis 1887 im Stil des Historismus erbaut wurde. Darüber hinaus beherbergt die Äußere Neustadt zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie den alten jüdischen Friedhof oder die Kunsthofpassage. Nachdem das Nordbad, das 1895 eröffnet wurde und zwischen 1974 und 1992 stillgelegt war, ist heute das einzige historische Hallenbad Dresdens, das noch betrieben wird.

Zu den bekanntesten Kindern der Äußeren Neustadt gehört der Schriftsteller Erich Kästner, der hier am 23. Februar 1899 geboren wurde und seine Kindheitserlebnisse in einem autobiografischen Kinderbuch verarbeitete. Auf der Mauer, auf welcher er das Treiben auf dem Albertplatz beobachtete, sitzt nun eine bronzene Statue des Schriftstellers. Seit 2000 hat ein Erich-Kästner-Museum in der Villa Augustin seine Pforten geöffnet.


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